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- Jetway P4M9MP
 Klein aber fein
Das Jetway P4M9MP ist ein kleiner Büro-Hengst und versucht sich offensichtlich im OEM-Markt
zu etablieren. Dafür spricht zum einen der günstige Preis von unter 40 Euro. Speziell für ein Intel-Mainboard ist dies
anerkennenswert, denn Intel-Boards rangieren meist so um die 20 Euro über den AMD-Kontrahenten. Schuld daran ist
Intels-Lizenzpolitik, die bei den preiswerteren Modellen nicht so stark greift. Dennoch kann sich das Jetway-Board nur als
Büro-Lösung etablieren, denn die Speicheranbindung ist leider sehr stark eingeschränkt. Nur 533 MHz DDR2-Module und auch nur
im Single-Channel-Betrieb lassen nämlich keine große Freude bei PC-Spielern und anderen Enthusiasten aufkommen. Auch der
integrierte IGP schließt sich dieser Auffassung an, denn er eignet sich – als betagter DirectX 7 Abkömmling – nur noch für
2D-Aufgaben.
Auch wenn sich ihm Hürden in den Weg stellen, kann das Board doch zumindest mit aktueller
Hardware umgehen. Es frist Core 2 Duos mit einem FSB von 800 und 1066 MHz und bietet PCI-Express X16 Grafikkarten ein
zuhause. Für neuere Erweiterungskarten findet sich auch noch ein PCI-Express X1 Slot. Lediglich der Arbeitsspeicher zeigt
sich erneut unmodern, denn da er nur zwei Speichermodule aufnehmen kann und er nur einen älteren Speichercontroller besitzt,
ist schon bei 2GByte (2x 1GByte) das maximale Speicherlimit erreicht. Für den regulären Office-Betrieb und für klassische
Bildbearbeitung sollte dies aber ausreichend sein.
Obwohl auch er nicht mit dem alten Windows 98 und Me umgehen kann – so wie alle neuen
Mainboards – bietet er doch zumindest viele ältere Schnittstellen an, um den Bezug zu alter Hardware nicht zu verlieren.
Dazu zählen sogar zwei IDE-Schnittstellen, über die sich vier Laufwerke anbinden lassen. Es findet sich auch ein
Floppy-Anschluss, zwei PCI-Slots und über das Backpanel ein LPT-Anschluss und ein COM-Port. Neueren Datums sind die beiden
SATA-Schnittstellen sowie die USB2.0 Anschlüsse. Der LAN-Anschluss bietet dagegen nur eine Übertragungsrate von 10/100 Mbit
und der Audio-Codec ist nach dem altmodischen AC97-Standard realisiert, beherrscht aber immerhin 6-Kanal-Audio über drei
analoge Ausgänge.
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