MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G im Test
GeForce GTX 1080 GAMING X 8G - MSIs bisher beste Gaming Karte?
Mit dem Launch von Nvidias Pascal GPU geht auch MSI in die nächste Generation seiner GeForce Gaming Grafikkarten und hat wieder
einige weitere Features in die äußerst beliebten Serie eingebaut. Die auf der Gaming-Serie verbaute Twin Frozr VI Kühlung befindet sich
jetzt bereits in der sechsten Generation und bringt auch dieses mal einige wenn auch kleinere Veränderungen mit sich.
Mit der fünften Generation, also den GeForce GTX 900 Modellen konnte MSI große Erfolge feiern und hat durch das neue Design viel
Aufmerksamkeit erregt. So gilt die MSI GeForce GTX 970 Gaming als meist verkaufte GeForce GTX 970 Karte in Europa, aber auch die
kleineren und größeren Version wie die
GeForce GTX 950 Gaming oder GTX 960
Gaming aus der Serie sind äußerst beliebt.
Mit der neuen MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G geht es nun also in die nächste Runde und mit dem Twin Frozr VI mit 10 cm Torx2-Lüfter
und Zero Frozr-Technologie gibt es auch wieder ein leicht abgeändertes optisches Design, das jetzt ein RGB MSI-Logo und rote "LED-Blitze" in der
Kühlerabdeckung besitzt. Dazu wurde auch wieder an der Kühlleistung geschraubt und die allgemeine Qualität verbessert. Mehr Luftdruck bei
den Lüftern, Doppelkugellager und 8 mm dicke Kupferheatpipes mit Baseplate und Premium Wärmeleitpaste sollen dieses Mal die MSI Kunden
überzeugen.

Die MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G basiert auf der neuen Nvidia GP104 Pascal GPU. Pascal wurde bereits im April als GP100 GPU
auf der Tesla P100 vorgestellt, richtete sich dort allerdings nur an professionelle Anwender und nicht an Gamer. Mit der GeForce GTX
1080 und GTX 1070 steht nun der GP104 am Start, dessen Ausrichtung wieder komplett auf die PC-Gaming-Community abzielt.
Der GP104 auf der MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G wird im 16-nm-FinFET-Verfahren hergestellt und ist damit die erste 16-nm-GPU für
Gamer und kann dank der neuen Fertigungstechnologie vor allem in Sachen Effizienz punkten. Der Chip beherbergt 7.2 Milliarden
Transistoren, das sind deutlich mehr als die 5,2 Milliarden des GM204 ( GeForce GTX 980) aber weniger als die 8 Milliarden des GM200 (
GeForce GTX 980 Ti).
Die Architektur der neuen GPU ähnelt stark der vorherigen Generation, aber der neue GP104 besitzt gegenüber dem GM204 jeweils einen
Streaming Multiprozessor mehr je Cluster, so dass man insgesamt neben einer gesteigerten Taktrate auch auf 2560 Shadereinheiten kommt, also 512 mehr als beim GM204. Wie
alle GeForce GTX 1080 ist auch die MSI Karte mit 8 GB des neuen GDDR5X Speichers ausgestattet, der bei gleicher Taktrate die Bandbreite
verdoppelt. Die Breite des Speicherinterface beträgt wie bei der GTX 980 weiterhin 256 Bit.
Ein Blick auf die Taktraten zeigt sehr deutliche Unterschiede zum Vorgänger. Aufgrund der neuen Fertigungstechnologie - die TDP der
Karte liegt nur noch bei 180 Watt - kann der Takt beim GP104 deutlich gesteigert werden. Hatte eine GeForce GTX 980 im Referenzdesign
noch einen Takt von 1126 MHz, so liegt dieser nun bei einer GeForce GTX 1080 bei 1607 MHz. Der Boost Takt steigt von 1240 auf 1785 MHz.
Wie schon zuvor übertaktet MSI seine Gaming Version der 1080 moderat und bietet zudem mit der MSI Gaming App gleich verschiedene
Taktstufen an, die einfach selektiert werden können. So kann die Karte in drei verschiedenen Modi betrieben werden, die folgende
Taktraten aufweisen: 1708 MHz / 1847 MHz Kern-/Boost-Takt (OC Mode), 1683 MHz / 1822 MHz Kern-/Boost-Takt (Gaming Mode), 1607 MHz
/ 1733 MHz Kern-/Boost-Takt (Silent Mode). Unser Muster befand sich bereits vom Bios her im OC Mode, Retail Modelle, die wir besitzen befinden sich
meist im Gaming Mode, können aber auch mit einem Bios in den OC Mode geflashed werden, wobei das aufgrund der Software eigentlich
nicht nötig ist, da der Modus jederzeit durch das Tool gewechselt werden kann.
Im schnellen OC-Mode (Standard Einstellung bei uns im Test) taktet die Karte damit also im Boost 62 MHz höher als der von Nvidia vorgegebene Standardtakt,
das sind etwa 3,5 %. Der GDDR5X
Speicher auf der MSI Karte besitzt eine effektive Datenrate von 10.108 Gbps (1263 MHz Takt) etwas schneller als der Standard von 10 Gbps
(1250 MHz Takt). Die Taktsteigerung kann also als eher geringfügig
angesehen werden. Im Vergleich mit einer Nvidia Founder Edition werden wir auch sehen was am Ende in der Praxis davon überhaupt
überbleibt.

(Die
aktuelle MSI Gaming Serie von MSI GeForce GTX 950 Gaming bis GeForce 1080 Gaming X)
Für den Test der neuen MSI Karte haben wir uns etwas besonderes vorgenommen. Aufgrund des vielen Neuerscheinungen bei den
Grafikkarten und Games, so wie nun vorhandenen DirectX11 und 12 Versionen, wird es immer schwieriger ausführliche und korrekte Benchmarks vor allem im Generationenvergleich mit den neusten Treibern
durchzuführen. Viele Reviews testen die Karten nur noch in wenigen sehr kurzen Benchmarks und zudem nur noch wenige Vergleichskarten (oft mit alten
Treibern), weil die Zeit nicht ausreicht alle Vorgänger-Modelle zu testen. Wir arbeiten derzeit an einem System, dass dem entgegen
wirken soll und wir werden uns in Zukunft deutlich stärker darauf konzentrieren die neuen Karten nicht nur mit anderen aktuellen Modellen,
sondern auch mit älteren Vorgängern zu vergleichen, damit unsere Leser besser abwägen können, ob sich für ihn ein Update auf eine neue Karte
überhaupt lohnt. Immer wichtiger wird dabei auch die Benchmarks länger laufen zu lassen, da die dynamischen Taktraten der Karten sich
deutlich mit der Temperatur ändern können.
Zum Test der MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G haben wir uns deshalb schon einmal sämtliche MSI-Modelle der 900er Generation besorgt und diese für
den Test komplett mit den neusten Treibern durchgetestet. Ich Kürze werden sich dazu noch alle Referenzdesigns der 900er
Nvidia gesellen, die allesamt andere Taktraten besitzen als die MSI Modelle. Es wird sich also in unseren Tests in nächster Zeit einiges
ändern um mehr Übersicht über die Leistung der verschiedenen Modelle zu bekommen.
Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Testkandidaten der GTX 1080 Gaming X 8G, die neuerdings ein "X" im Namen trägt. Der Zusatz
lässt darauf schließen, dass die Serie noch um andere Modelle erweitert wird. So war auf der Computex auch bereits ein "Z" Modell der
Karte zu sehen, das eine andere Backplate besitzt. Wann und wo diese Modelle erscheinen ist bislang aber noch nicht klar, so dass wir
zunächst einmal nur das "X" Modell in Augenschein nehmen können.

Testsystem:
- MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G
- Intel Core i7 3960X auf 4,4GHz
- MSI Big Bang-XPower II X79 Mainboard (Benchmarks)
MSI Z97 Gaming 7 (Energiemessung)
- G.Skill TridentX 2400 - 4x8 GB DDR3 2400 MHz
- Super Flower Leadex Platinum 1200 Watt
- Seagate SSHD 4 TB
- OCZ Vector 180 SSD