Gigabyte X99 Gaming G1 Wifi im Test (4/7)
Overclocking
Bei dem Gigabyte GA-X99-Gaming G1 WIFI handelt es sich in erster Line zwar um ein Gaming-Mainboard, der Hersteller hat aber darauf geachtet,
dass auch die Overclocking-Funktionen bei dem High-End-Modelle nicht zu kurz kommen. Neben Dual-Bios mit Main- und Backup-Schalter bietet
das Mainboard auch noch Spannungsmesspunkte für ein Multimeter sowie komfortable OnBoard-Knöpfe für das Einschalten, Reset des System, CMOS-Reset
sowie ein Direct-To-Bios-Button direkt auf der Platine. Durch die Buttons wird das Übertakten in einem offenen Gehäuseaufbau erleichtert
und gehört für viele Extrem-Overclocker bereits zum guten Ton.

Bei dem von uns getesteten Modell des GA-X99-Gaming G1 WIFI erreichen wir in Verbindung mit dem Core i7-5820K mit einer moderaten
Spannungserhöhung auf 1,36 Volt einen stabilen Takt von 4,6 GHz. Dies entsprach etwa dem gleichen Ergebnis, welches wir schon auf bei
dem ASRock Fatal1ty X99M Killer erzielt haben
und dürfte die Güte unserer CPU ohne aufwendige Kühllösungen wiedergeben. Das Mainboard dürfte bei solchen Overclocking-Bereich noch
nicht limitieren.
Insgesamt gilt auch beim X99 und Sockel 2011-3 das eher die CPU beim Overclocking limitiert als das Mainboard. Das Anheben der
Spannung und hochsetzen des Multiplikators reicht in der Regel schon aus um die CPU bei normaler Kühlung an ihre Grenzen zu treiben.



Etwas schwieriger gestaltet sich das Übertakten des DDR4-Speichers. Durch die von Intel maximal spezifizierten 2.133 MHz ist der
RAM-Teiler eher niedrig. Dies führt dazu, dass beim Overclocking der RAM-Module der Basis-Takt des Prozessors angehoben werden muss. Die
komplette Plattform wird dadurch übertaktet.
Wir haben das Mainboard mit gleich drei verschiedenen Speicherkits durchgetestet. Zwei von Curcial mit jeweils 2133 und 2400 MHz und
mit einem der derzeit schnellsten Kits, dem G.Skill Ripjaws 4 3000 MHz DDR4-Kit.
Etwas unangenehm ist dabei die Tatsache, dass das GA-X99-Gaming G1 WIFI zwar die XMP-Werte der RAM-Riegel übernehmen kann, durch den
veranschlagten höheren Bustakt dann aber nicht den Teiler der CPU aber nicht heruntersetze. Dies führte dazu, dass mit Standard-Spannung
zu wenig VCore der CPU für eine Übertaktung zur Verfügung stand und ein Booten nicht möglich war.
Leider funktionierten auch mit einer manuellen anpassung die 3000 MHz Module auf dem Board nicht durch das Laden der XMP-Settings.
Auch das ASRock Mainboard hatte hier bei Probleme. Das es funktioniert konnten wir allerdings bereits am MSI X99 Gaming 9 AC sehen das
mit den Modulen Problemlos arbeitet.
Da der DDR4-Standard noch relativ neu ist und die Hersteller oftmals mit Bios-Updates auftretende Probleme später beseitigen, sollte
man diesen Faktor allerdings nicht überbewerten. Zudem sind 3000 MHz Module so extrem teuer, das sie in der Praxis eh kaum eingesetzt
werden.

(DDR4 2133 von Crucial)

(DDR4 Ballistix 2400 von Crucial)

(DDR4 G.Skill Ripjaws 4 3000)
APP Center
Für die Steuerung des Mainboard hat Gigabyte alle seine Tools wie System-Monitor und OC-Tool im sogenannten APP-Center zusammen gefasst. Damit schafft
man Ordnung wenn es darum geht die verschiedenen Tools aufzurufen. Leider muss man dennoch alle Programme einzeln von Hand installieren
und nicht über das App-Center selbst.











BIOS / UEFI
Beim UEFI/BIOS des GA-X99-Gaming G1 WIFI bietet Gigabyte praktisch zwei BIOS Versionen in einem an, eine neue ?luxuriöse? HD Version
und die Classic-Version die an die alten Gigabyte-BIOSe angelehnt ist. Das FullHD-UEFI wurde dabei von den Z97-Mainboards in
Orange-Grau-Tönen übernommen. Das klassische Design des UEFI in Standard-Auflösung wurde hingegen schlichter in Rot und Grau gehalten.
Insgesamt macht das Classic-UEFI einen guten Eindruck, es könnte allerdings noch einen Tick schneller arbeiten. Das HD Bios bietet
zwar deutlich mehr an Anzeige-Optionen verliert aber etwas an Übersichtlichkeit und zudem an Geschwindigkeit. Manchmal arbeitet diese
Version noch etwas "laggy". Insgesamt wirkt das BIOS durch die unterschiedlichen Versionen etwas überladen, lässt vom Funktionsumfang
dafür aber auch kaum Wünsche offen.

























Classic Mode
















